SPD Winhöring im Landkreis Altötting

PNP 30.03.22: Alles soll besser werden bei der SPD

Veröffentlicht am 01.04.2022 in Unterbezirk

Selbstkritik und Motivation für die Zukunft: So startet der neue Vorstand der Landkreis-SPD

Der neue Unterbezirksvorstand mit (von links) Ernst Huber, Gisela Schmitz-Dötzkirchner, Martina Völzke, Vorsitzendem Jürgen Gastel, Stefan Bonauer, Mirjam Luttenberger und Theresia Blaschke. −Foto: Schönstetter

Neuötting. Besonders rosig waren sie nicht für die Landkreis-SPD, die zurückliegenden Jahre. Die SPD besetze keine Themen, es fehle der Nachwuchs und auch die Kommunikation, und bei der Landtagswahl gab es in vielen Gemeinden Verluste: Diese schwerwiegenden Kritikpunkte waren in der Klausurtagung 2020 zu Tage getreten. Ein "Tiefpunkt", wie es Wahlleiter Hubert Gschwendtner nun bei der Delegiertenkonferenz des Unterbezirks Altötting am Montagabend bezeichnete. Aber, und das war die gute Nachricht des Abends: Alles soll besser werden. Etwas von dem Optimismus und dem Aufschwung, den die SPD in Deutschland gerade erlebt – jüngst in den erfolgreichen Wahlen im Saarland – war auch an diesem Abend im Neuöttinger Stadtsaal zu spüren. Der erste Schritt zum Neubeginn ist im Landkreis Altötting nun mit der Wahl einer neuen Vorstandschaft getan. Jürgen Gastel wird künftig die Landkreis-SPD führen und verspricht tiefgehende Strukturveränderungen in der Partei.

"Motiviert, innovativ und engagiert": Dieses Motto hat sich die neue Vorstandschaft gegeben, die am Montagabend einstimmig von 37 anwesenden Delegierten gewählt wurde – eine "kleine, leistungsfähige" Truppe, wie Gastel sagte, bei der jedes Mitglied einen festgelegten Aufgabenbereich hat. Die politische Arbeit der SPD im Landkreis will die neue Vorstandschaft künftig anders aufbauen: "Es gibt viele Leute, die politisch mitarbeiten wollen, aber nicht in der Vereinsstruktur, die eine Partei hat", so Gastel. Die neue SPD-Führung will die politische Arbeit in Themenwerkstätten verlagern, der Vorstand kümmert sich um die klassische Vereinsarbeit. Die Werkstätten befassen sich etwa mit den Themenbereichen Umwelt und Infrastruktur oder Arbeit und Wirtschaft. Zudem geplant ist eine Fachwerkstatt Soziale Medien.

Nicht anwesend war zur Veranstaltung die scheidende Doppelspitze, Marco Keßler, der sich in Corona-Quarantäne befindet, und Annette Heidrich, die beruflich verhindert war. Sie bleibt weiterhin engagiert in der Kreis-SPD als Beisitzerin in der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen.

Zur generell nicht gerade guten Lage der SPD war in den vergangenen zwei Jahren auch noch die Pandemie gekommen, die die Parteiarbeit zusätzlich erschwert habe. Stefan Bonauer gab dennoch einen kurzen Bericht über die Aktivitäten. Als Highlight nannte er die Postkartenaktion zur Vernetzung mit den Mitgliedern via Social Media, wofür die Landkreis-SPD sogar einen Preis für Innovation vom Willy-Brand-Haus bekommen hat. Zudem habe man sich monatlich zumindest online in Zoom-Calls zu Gesprächsrunden getroffen. Viel Lob hatte Bonauer für die Organisation des Kommunalwahlkampfs, wenngleich er bedauerte, dass die SPD keinen Landratskandidaten gestellt hatte. Vom Juso-Sommercamp am Marktler Campingplatz berichtete Johanna Schachtl, geplant werde aktuell eine Kleidertauschparty.

Wie es um die Kasse der Landkreis-SPD steht, berichtete Kassier Ernst Huber. Insgesamt hat sich hier ein Minus ergeben: Ausgaben von 9156 Euro stehen Einnahmen von 7803 Euro gegenüber. Der Kassenstand schrumpft damit auf 13649 Euro. Die Entlastung der Vorstandschaft erfolgte trotzdem einstimmig.

In seinem "Impulsvortrag" rauschte SPD-Urgestein Hans Steindl mit deutlichen Worten von den Herausforderungen des Landkreises zu den aktuell drängendsten Themen der ganzen Welt. Besonders warnte er vor den Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf die ansässige Industrie. "Die Chemie ist von russischem Öl und Gas abhängig", so Steindl. Da es keine Stromtrasse von Deutschlands Norden in den Süden gibt, sei man hier bald entweder abgeschlagen oder es müssten Alternativen gefunden werden. Und nicht nur die große Politik sieht Steindl hier zuständig – auch jeder persönlich solle "nicht nur vor dem Fernseher sitzen und warten, was die Politiker jetzt machen". Tempo 100 auf Autobahnen, autofreie Sonntage: "Wegen mir gerne jederzeit!"

Einige eindringliche Worte für die Genossen hatte außerdem Wahlleiter Hubert Gschwendtner an die Genossen, weil ihm die Landkreis-SPD eine Herzenssache seit Jahrzehnten sei. Er habe Vertrauen in die neue Vorstandschaft der SPD, so Gschwendtner, auch hier im Unterbezirk Altötting – wie bundesweit – einen Neuanfang zu schaffen. Diesen, versprach Vorsitzender Jürgen Gastel, werde man gemeinsam angehen.
− cts


DIE VORSTANDSCHAFT
Vorsitzender Jürgen Gastel,
Stellvertreter Stefan Bonauer, Mirjam Luttenberger, Martina Völzke,
Kassier und Internetbeauftragter Ernst Huber,
Schriftführerin Theresia Blaschke,
Organisationsbeauftragte Gisela Schmitz-Dötzkirchner,

Beisitzer: Max Gschwendtner für die SGK, Annette Heidrich (AsF), Johanna Schachtl (Jusos).

 

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