PNP 20.03.15: Josef Jung läuft am Sonntag zum 100. Mal die 42,195 km

Veröffentlicht am 23.03.2015 in Allgemein

ammeln kann man alles Mögliche, auch als Sportler. Bei Josef Jung sind es Marathonläufe. Sage und schreibe 99 Mal hat der 55-Jährige die 42,195km schon erfolgreich bewältigt. In Rom will er nun den Hunderter vollmachen – welch ein Jubiläum! Dass Jung am Sonntag um die Mittagszeit wohlbehalten das Ziel auf der Via dei Fori Imperiali nahe des Kolosseums erreichen wird, daran hat er keinen Zweifel. "Nach 100 Marathons", so sagt er, "birgt so ein Lauf keine unbekannten Dinge mehr." Dennoch ist das Rennen in der italienischen Hauptstadt für ihn Neuland.

"Ich wollte an einem Ort starten, wo ich läuferisch noch nie gewesen bin", verrät der Winhöringer das Hauptkriterium bei der Auswahl seines 100.Marathons. Und das will bei Jung schon etwas heißen, denn er ist ein echter Weltreisender in Sachen Langstreckenlauf. In 15 Ländern hat er bereits Marathons absolviert – von Island bis Zypern, von Polen bis Liechtenstein, von den USA bis Französisch Polynesien (!).

Am häufigsten läuft er die legendären 42,195km in Deutschland. 52 Mal bislang. Jung weiß das ganz genau, denn wie fast alle Wettkampfläufer führt er über seine Rennen akribisch Buch. So weist die persönliche Statistik den München-Marathon im Mai 1986 als Premiere aus; mit einer überaus flotten Einstiegszeit von 3:03:57 Stunden. Gleich bei Start Nummer2, im Oktober desselben Jahres in Nürnberg, unterbot der frühere Zehnkämpfer in 2:57:04 erstmals die Drei-Stunden-Marke – im Marathon eine Art Schallmauer, die gute von sehr guten Läufern trennt.

Jungs Bestzeit steht bei tollen 2:51:44, aufgestellt am 2. Februar 1997 in Bad Füssing. Überhaupt ist der Thermen-Marathon sein Lieblingslauf über die klassische Langstreckendistanz. 15 Mal war er dort "Finisher", wie es neudeutsch heißt. Nur 2006 kam Jung beim Johannesbad nicht in die Wertung: Er musste mit Magenproblemen aussteigen. Auch vor zwei Jahren in Barcelona gab "Mr. Marathon" auf, wegen einer Zerrung. Ansonsten kam Jung immer durch, zuletzt vor sieben Wochen in Bad Füssing: Für Lauf Nummer 99 brauchte der M-55er 3:24:33 Stunden.
Auch beim großen Jubiläum in Rom möchte er "unter 3:30 bleiben", sagt Jung, der im richtigen Leben Kreisgeschäftsführer beim Bayerischen Roten Kreuz in Altötting ist. In der Vorbereitung plagte ihn eine Grippe, aber die hat er inzwischen auskuriert. Nun ist er bereit: "Ich freue mich drauf." Er sei gespannt, sogar ein bisschen angespannt. Verständlich, den 100. Marathon läuft man ja nicht jeden Tag. "Das ist schon was Besonderes", gibt Jung zu. Denn eigentlich, so meint er, sei er doch trotz allem bloß ein "Gesundheitsläufer".

-von Oliver Wagenknecht

 
 

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