PNP 09.02.17: "Da Bäda": Bürgermeister Peter Haugeneder wird heute 60

Veröffentlicht am 12.02.2017 in Ortsverein

Sieg am 16. März 2008: Peter Haugeneder und seine Frau Karin sind überwältigt vom Ergebnis der Stichwahl gegen Frank Springer: Haugeneder wird mit 60,86 Prozent zum neuen Bürgermeister gewählt. Foto: Willmerdinger

Regieren auf die ruhige Art und mit Augenmaß– Der gelernte Krankenpfleger ist seit 2008 Bürgermeister – Seine Stärke: Ausgleichend tätig zu sein

von Ina Lambach

Neuötting. "Die Zeit ist reif für einen Wechsel" hat Peter Hau-geneder im Oktober 2007 gesagt. Damals war er gerade zum Bürgermeister-Kandidaten der SPD nominiert worden. Ein halbes Jahr und eine Stichwahl später steht fest: Neuötting wollte den Wechsel, Haugeneder wurde im März 2008 (im dritten Anlauf) zum Bürgermeister gewählt, für ihn ging damit ein Lebenswunsch in Erfüllung. Heute wird der frühere Leiter der Krankenpflegeschule, der seit knapp neun Jahren Bürgermeisters von Neuötting ist, 60 Jahre alt.

Damals, als er zum Bürgermeister gewählt worden war, hatte er, der seit 1990 im Stadtrat ist, betont, dass der Mensch für ihn über den materiellen Dingen stehe. Er hatte versprochen, er werde ein Bürgermeister für die Bürger sein. In der Amtsführung wolle er einen demokratischen Führungsstil pflegen und für Transparenz stehen. Themen, die er zur "Chefsache" gemacht hatte, waren die Belebung der Stadtplatz-Situation, die Belebung neuer Gewerbegebiete und der Erhalt der bisherigen. Als weiteren wichtigen Punkt nannte er die Vereine der Stadt. Eines seiner wesentlichen Ziele war nach den Ausgaben für die Stadtplatz-Sanierung über all die Jahre hinweg die Haushalts-Konsolidierung, der Spagat zwischen Schuldenabbau und Investitionen. Dafür hat es auch schon Spott und Häme gegeben – wirklich große Investitionen sind in Haugeneders Amtszeit ausgeblieben.

Nah an den Menschen, gern bei den Vereinen

Dafür widmete er sich gern den Menschen in seiner Stadt, plaudert bei Geburtstagsbesuchen auch trotz engen Terminkalenders gern mit den Jubilaren, geht gern zu den Vereinen, zu den Leuten. Wenn er Urlaub macht, verschwindet er mit seinem Wohnmobil, lässt Neuötting für südlichere Gefilde zurück – und trägt dann auch wieder Jeans und Shorts – Kleidungsstücke, die er quasi von Amts wegen von seiner Liste gestrichen hatte. Haugeneder ist gelernter Krankenpfleger, hat die pädagogische Weiterbildung als Lehrer für Pflegeberufe gemacht und Ende der 80er Jahre die Leitung der Krankenpflegeschule übernommen. Der Vater von zwei Kindern hat durch die Heirat mit seiner Karin noch zwei weitere Kinder dazubekommen, inzwischen ist die Familie um vier Enkel angewachsen: "Ein Geschenk des Himmels" nennt er das.
Haugeneder ist nicht der Typ für laute Worte, Skandale dürfen seiner Meinung nach gern andere machen und ein Denkmal hat er sich auch noch nicht gesetzt. Er ist ein Mensch, der die Gemeinsamkeiten zwischen politischen Gegnern sucht und in seiner Amtsführung immer auch den Ausgleich anstrebt. Insgesamt hat die ruhige Art des Handelns auf Augenhöhe mit den Bürgern den Neuöttingern offenbar gefallen − sie haben ihn schon einmal wiedergewählt.
Seine Schwerpunkte sind geblieben – die Haushaltskonsolidierung, die vorsichtigen Investitionen, die Ausweisung von neuem Bauland. Das Glück spielt ihm in die Hände mit der Montessori-Schule, die sich in Neuötting ansiedelt, mit einer Lärmschutzwand, die dank der Investition der Egis überregional Erwähnung findet, mit dem Gewerbegebiet Inn-Center, das immer mehr für sich als Standort ausgesucht haben und noch immer aussuchen.
Doch Ende vergangenen Jahres hat ihm die Gesundheit einen Strich durch die Rechnung gemacht – Haugeneder musste eine mehr als zweimonatige Zwangspause einlegen, ist erstmals in seiner Amtszeit nicht bei (fast) allen Vereinen zur Weihnachtsfeier, nicht im Rathaus, nicht bei den Sitzungen.
Jetzt, mit runden 60, ist er fast wieder ganz genesen – ab Montag, 13. Februar, will er wieder wie bisher für die Stadt da sein. In der ihm typischen Art und seinem Motto "Leben und leben lassen" entsprechend: "Ich bin ein ausgleichender Mensch" sagt er. Er versuche auch in der politischen Arbeit den Ausgleich zwischen den Polen zu finden, beschreibt er seine Stärke. Dafür sei er – so viel zum Thema Schwäche – "ein bisserl kopfgesteuert": Von daher wäre ihm "manchmal ein bisserl mehr Bauchgefühl ganz recht", sagt er.
Vielleicht wird das ja durch die gerade überstandene Krankheit ein bisschen besser. So steht als sein großer Wunsch die Gesundheit ganz oben: "Eigentlich ist das ja bekannt, aber gerade in so einer Krankheitssituation wird einem wieder bewusst, dass Gesundheit doch das Wichtigste ist", hat Haugeneder in den vergangenen Wochen erfahren.

Den Wunschberuf bis zum Schluss ausüben

Als er Ende November erkrankte, war es für ihn nicht einfach, Abstand von seinem Amt zu nehmen: "Man verfolgt das, hat Kontakt untereinander, ich bin über die wichtigsten Dinge immer informiert. Aber es ist dann schon eine Sehnsucht da, dass man wieder arbeiten kann, die wächst mit jedem Tag der Gesundung." Schließlich hat Haugeneder mit dem Bürgermeister-Amt "meinen Wunschberuf erreicht, der mir viel Spaß macht und den ich bis zum Schluss ausüben will, mit dem Ziel, dass sich das Tun positiv auf die Menschen in Neuötting auswirkt". Als Stichworte nennt er etwa die Bildung oder das Vereinsleben.
"Bis zum Schluss" das ist bei hauptamtlichen Bürgermeistern gesetzlich geregelt – demzufolge kann Haugeneder bei der Wahl 2020 ein letztes Mal antreten. Es wäre dann seine dritte Amtsperiode. So würde sich der Kreis schließen: Drei Perioden hat er gebraucht, um zu siegen, drei Perioden lang könnte er dann für Neuötting gedient haben.
Ab Montag geht es wieder richtig los – es ist Sitzungswoche: Zuerst gibt es die übliche Referatsleiterbesprechung, am Nachmittag dann Kreistag, am Dienstag geht es in Sachen Städtetag nach München, am Donnerstag ist Stadtrat und Kappenabend, am Samstag Gaudiwurm: "Der Terminkalender ist wie immer voll. Und es ist gut, anzufangen, wenn man weiß, man kann diesen Terminkalender auch schaffen", sagt er.

 
 

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