ANA 27.10.12: "Ich bin eine Power-Frau"

Veröffentlicht am 27.10.2012 in Presse

Bundestagskandidatin Annette Heidrich mit den Unterbezirksvorsitzenden Richard Fischer (links) und Franz Kammhuber. - Foto: Brandl

SPD nominiert Annette Heidrich (45) aus Burgkirchen einstimmig als Kandidatin für den Bundestag

Töging/Altötting. Einstimmiges Votum der SPD für Annette Heidrich: Alle 47 Stimmberechtigten der Nominierungsversammlung für den Bundeswahlkreis 213 Altötting haben sich am Donnerstag in der "Kantine" in Töging für die 45-Jährige als Bundestagskandidatin ausgesprochen.

 Die ersten Gratulanten für die Burgkirchnerin waren die SPD-Unterbezirksvorsitzenden aus Altötting, Franz Kammhuber, und Mühldorf, Richard Fischer.

 Zuvor hatte sich Heidrich, die aus Dinslaken in Nordrhein-Westfalen stammt, vorgestellt − aber nicht in der klassischen Form einer Rede, sondern in einem Frage-Antwort-Spiel mit Günter Zellner und Franz Kammhuber sowie mit den Besuchern der Nominierungsversammlung: Sie ist in zweiter Ehe verheiratet und hat insgesamt vier Kinder, zwei Mädchen, 21 und zehn Jahre alt, sowie zwei Buben, 16 und neun Jahre alt. "Ich bin eine Power-Frau", sagte die Kandidatin, deren Vater in Dinslaken ein Sanitärunternehmen betrieb, und die in Nordrhein-Westfalen Betriebswirtschaft studierte. Seit 2004 lebt sie in Burgkirchen und betätigt sich hier als Tagesmutter für Kinder zwischen sechs Wochen und elf Jahren.

 In Töging zeigte sie sich mit weißem T-Shirt, mit Jeansjacke und einem knallroten Schal. Gefragt, wie sie zur SPD gekommen sei, erklärte sie, von klein auf habe ihr Vater sie zu Versammlungen der Sozialdemokraten mitgenommen. Von ihm habe sie auch handwerkliches Geschick mitbekommen: Wenn die Heizung nicht mehr funktioniert, gehe sie in den Keller und repariere sie selbst.

 Sollte sie in den Deutschen Bundestag gewählt werden, wolle sie ihre Bodenhaftung behalten, versprach Annette Heidrich. Es störe sie, dass viele jetzige Volksvertreter "weit weg von der Basis" seien − viele, weil sie direkt nach dem Studium ins Parlament gewählt wurden und wenig eigene Lebenserfahrung hätten. Eine Frage, bei der das deutlich werde, sei das Betreuungsgeld: "Da frage ich mich, was machen die da?"

 Engagiert zeigte sich die Kandidatin, die dem "Aktionsbündnis gegen Rechts" angehört, im Kampf gegen braunes Gedankengut: "Wo auch immer sie sind, müssen wir bei der Stange sein", wandte sie sich an die Zuhörer.

 Vom Töginger Stadtrat Werner Lehner nach ihrer Einstellung in Sachen Studiengebühren gefragt, machte Heidrich klar: "Die gehören abgeschafft." Bildung dürfe nichts kosten − vom Kleinkind bis zum Studium. Sie sagte, sie könne kein Finanzierungsmodell vorlegen, gab sich aber überzeugt, dass die Mittel dafür im Haushalt vorhanden seien: "So viel Geld wird für Unnützes ausgegeben."

 Lothar Kunz, Schriftführer des Kreisverbandes Mühldorf, wollte wissen, wie sie zur Rentenfrage, speziell zur Altersarmut stehe. In diesem Kontext machte sich Annette Heidrich unmissverständlich für einen Mindestlohn stark: Er sei "grundlegend" nötig, damit Altersarmut erst gar nicht entstehe. Und: Die Rente mit 67 müsse wieder rückgängig gemacht werden. Heidrich: "In manchen Berufen ist es undenkbar, dass jemand bis 67 arbeitet."

 Sie gab sich als Befürworterin der Frauenquote zu verstehen. Sie gab sich überzeugt, dass die Euro-Schuldenkrise nicht so gravierend ausgefallen wäre, säßen mehr Frauen in den Bank-Vorständen: "Männer sind etwas risikobereiter."

 − afb

 
 

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