ANA 02.09.2009: „Es hat schon viele Sensationen gegeben“

Veröffentlicht am 02.09.2009 in Wahlkreis

SPD-Kandidat Werner Groß aus Mühldorf hofft auf Überraschung - Zweiter Teil der Anzeiger-Wahlserie

Von Steffi Brenninger
Mühldorf. Werner Groß hat Sommerferien. Doch genießen kann der 2. Konrektor der Staatlichen Realschule Waldkraiburg diese heuer nicht, denn der 47-Jährige steckt mitten im Wahlkampf. Vor einem Jahr hatte der gebürtige Passauer an eine Kandidatur für den Bundestag noch nicht einmal gedacht - dann ging alles ganz schnell: Quasi über Nacht wurde er von der SPD für den Wahlkreis Altötting-Mühldorf nominiert.
Eigentlich sollte seine Parteigenossin Elke Cziczek ins Rennen um den Platz im Bundestag gehen. Doch die Kandidatin zog ihre Bewerbung wieder zurück (Anzeiger berichtete). Schnell musste eine neue Lösung her. Groß sprang in die Bresche und erhielt bei der Nominierungsversammlung 100 Prozent der Stimmen - eine breite Unterstützung. Als zweites Rad am Wagen fühle er sich nicht. „Ich wurde ja auch schon öfters wegen einer Kandidatur gefragt“, erzählt der Familienvater. Doch er lehnte immer wieder ab, Jüngere sollten ans Ruder und „ich hatte auch andere berufliche Perspektiven“.
Doch diesmal kam alles ganz anders. Groß wog ab, wollte seiner Partei helfen und setzte „die Prioritäten anders“. Der Politiker betont, dass er „das gerne macht“. Auch weil er die volle Unterstützung seitens seiner Familie hat. Zusammen mit seiner Ehefrau Sabine und den Kindern Felix und Anna wohnt er in einem Haus in der Mühldorfer Altstadt. Auch Mischlingshündin Kira und Kater Momo gehören dazu. Für den Niederbayern ist Mühldorf längst „zur Heimat“ geworden. Dort engagiert er sich nicht nur politisch, sondern ist auch Vorsitzender des FC Mühldorf. Sein Terminkalender ist prall gefüllt. Groß schätzt es deshalb, wenn er auch mal zuhause ist. Dann genießt der Krimifan in seinem großen Garten „die Ruhe“. Sooft es geht, fährt er aber auch mit seiner Familie zum Campen.
Für Politik interessiert er sich schon von Jugend an. Seit seinem 25. Lebensjahr gehört er der SPD an, arbeitete sich dort Schritt für Schritt nach oben. Der Fachabiturient studierte Physik, später noch Lehramt Mathematik/Physik. Während seines zweiten Studiums war er in Erlangen als Ingenieur bei Siemens tätig, wurde in Franken Juso-Vorsitzender und wurde dort auch erstmals in den Stadtrat gewählt. Dabei „hatte ich nie Ambitionen“, sagt er. Aber Groß engagierte sich, „da wird man schnell verhaftet, wenn man etwas macht“, lacht er. Auch in Mühldorf lief das so. Seit 2002 ist der ehrenamtliche Richter des Bayerischen Verwaltungsgerichts im Kreisrat und seit 2004 sitzt der Fraktionsvorsitzende auch im Stadtrat. Zum Landkreis Altötting pflegt er einen engen Kontakt. „Die Zusammenarbeit ist gut“, sagt er. Schließlich haben die Landkreise auch viele Berührungspunkte - beispielsweise die A 94. „Ein Thema, an dem man dran bleiben muss“, sagt Groß. Es sei unbefriedigend, wie sich der Autobahn- aber auch der Bahnausbau hinziehe. Aber auch die Energie-, Gesundheits- und Bildungspolitik sind seine Steckenpferde und die möchte er auch in Berlin voranbringen. Für die Wahl hat er deshalb zwei Wünsche: Erstens, „dass die SPD die Mehrheit hat und den Kanzler stellt“ und zweitens, „dass ich nach Berlin komme“. Es wäre ein Sieg David gegen Goliath. „Aber es hat schon viele Sensationen gegeben“, zeigt sich Groß kämpferisch. Für die nächste möchte er sorgen - gelingt die, dann dürften auch die nächsten Ferien ziemlich stressig werden.

 
 

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